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StartWie viel solltest du ausgeben

Wie viel sollte ich im Monat fürs Tanken einplanen?

Nimm keinen Durchschnittswert, rechne. Wochenkilometer geteilt durch 100, mal dem Realverbrauch deines Autos in Litern pro 100 Kilometer, mal dem Literpreis bei dir vor Ort, mal 4,3 Wochen ergibt deinen Monatsbetrag. Den Realverbrauch nimmst du nicht aus dem Prospekt und nicht aus dem Bordcomputer, sondern aus zwei vollen Tankfüllungen und dem Kilometerstand dazwischen. Dann noch zwei Korrekturen: ein Zuschlag für die Wintermonate und eine eigene Rücklage für Urlaubsfahrten, die im Monatsumschlag nichts verloren haben.

Die Formel

Vier Zahlen, ein Ergebnis. Erstens deine Wochenkilometer: Arbeitsweg mal zwei mal Arbeitstage, plus Einkäufe, Kinder, Sport und Besuche. Zweitens der Realverbrauch in Litern pro 100 Kilometer. Drittens der Literpreis, den du tatsächlich zahlst, nicht der günstigste, den du je gesehen hast. Viertens der Faktor 4,3, weil ein Monat im Schnitt 4,3 Wochen hat und nicht vier. Rechnung: Wochenkilometer geteilt durch 100, mal Verbrauch, mal Literpreis, mal 4,3. Das Ergebnis ist dein Umschlag. Der Vorteil dieser Formel gegenüber jedem veröffentlichten Durchschnitt ist, dass sich alle vier Zahlen ändern können und du dann in zwei Minuten neu rechnest, statt dich nach einem fremden Wert zu richten.

So findest du deinen echten Verbrauch

Herstellerangaben sind Prüfstandswerte, und der Bordcomputer rechnet meist optimistisch. Der belastbare Weg dauert zwei Tankfüllungen. Tanke voll, notiere den Kilometerstand, fahre normal, tanke wieder voll und notiere Kilometerstand und die getankte Litermenge. Getankte Liter geteilt durch gefahrene Kilometer, mal 100, ergibt deinen Verbrauch pro 100 Kilometer. Mach das einmal im Sommer und einmal im Winter, dann kennst du deine Spanne. Kurzstrecken im Stadtverkehr liegen deutlich über Landstraßenfahrten, deshalb misst du am besten in einer typischen Woche und nicht auf einer Urlaubsfahrt. Diese eine Zahl macht deinen Umschlag von einer Schätzung zu einer Rechnung.

Winter, Anhänger und Urlaub

Im Winter steigt der Verbrauch, und zwar aus mehreren Gründen gleichzeitig: kalter Motor auf Kurzstrecken, Heizung, Sitzheizung, Licht und Winterreifen. Plane für die kalten Monate einen Zuschlag auf deinen Sommerwert ein, statt jeden Januar überrascht zu sein. Der zweite Sonderfall sind lange Fahrten: Urlaub, Umzugshilfe, Wochenendbesuche über mehrere hundert Kilometer. Die gehören nicht in den Monatsumschlag, weil sie ihn in genau dem Monat sprengen, in dem ohnehin viel los ist. Gib ihnen eine eigene Zeile in der Urlaubsrücklage, zusammen mit Maut im Ausland und Parken. So bleibt der Monatsbetrag stabil und aussagekräftig.

Warum ein fixer Spritbetrag scheitert

Wer sich einmal einen runden Betrag für Sprit merkt und ihn jahrelang nicht anfasst, hat ein Budget, das gegen zwei bewegliche Zahlen antritt: den Literpreis und die eigene Fahrleistung. Kraftstoffpreise bewegen sich innerhalb eines Jahres deutlich, und ein neuer Job, eine neue Kita oder ein Umzug verändern die Kilometer über Nacht. Das Ergebnis ist ein Umschlag, der acht Monate lang zu groß und vier Monate lang zu klein ist, und in beiden Fällen falsch. Setz dir stattdessen einen festen Termin: Rechne die Formel einmal im Quartal neu und immer dann, wenn sich dein Arbeitsweg ändert. Der Aufwand sind zwei Minuten, und die Zahl bleibt deine.

Der Umschlag, den du diese Woche änderst

Fülle den Mobilitäts-Umschlag mit dem berechneten Betrag und trage jeden Tankvorgang direkt an der Säule ein, nicht erst beim Blick auf den Kontoauszug. Wer wöchentlich statt monatlich füllt, merkt eine teure Woche noch in derselben Woche und nicht am 28. In Envelope Budget siehst du den Rest auf dem Homescreen-Widget, während du an der Tankstelle stehst, und weil die App nicht an dein Konto angebunden ist, gibt es keinen Zeitverzug zwischen Ausgabe und Anzeige. Fährst du elektrisch, gilt dieselbe Struktur mit einer anderen Formel: Verbrauch in Kilowattstunden pro 100 Kilometer, mal deinem Preis zu Hause oder an der Ladesäule.

Häufige Fragen

Wöchentlich oder monatlich füllen?

Wöchentlich, wenn du unter Druck stehst, monatlich, wenn der Posten locker sitzt. Sprit ist eine der wenigen Ausgaben, bei denen der Nachfüllrhythmus tatsächlich das Verhalten ändert: Ein Wochenbetrag macht eine zusätzliche Fahrt sichtbar, ein Monatsbetrag verzeiht drei Wochen lang alles und bestraft dich in der vierten. Teile den Monatsbetrag durch 4,3 und fülle diesen Betrag wöchentlich. Bleibt am Monatsende etwas übrig, schieb es in die Rücklage für Werkstatt und Reifen, statt es im nächsten Monat als zusätzlichen Spielraum zu behandeln.

Brauche ich mit einem Elektroauto einen Sprit-Umschlag?

Du brauchst denselben Umschlag mit anderer Rechnung. Verbrauch in Kilowattstunden pro 100 Kilometer mal deinem tatsächlichen Strompreis ergibt die Kosten pro 100 Kilometer, und die multiplizierst du mit deinen Monatskilometern. Wichtig ist, zwei Preise zu trennen: Laden zu Hause läuft über deinen Stromvertrag und erhöht dort den Abschlag, Laden unterwegs wird separat abgerechnet. Wenn du überwiegend zu Hause lädst, wandert ein Teil deiner Mobilitätskosten in den Umschlag Strom & Nebenkosten. Das ist in Ordnung, du musst es nur wissen, sonst wunderst du dich über die Stromjahresabrechnung.

Mein Spritumschlag ist immer leer. Was mache ich falsch?

Meistens nichts beim Tanken. Ein dauerhaft zu kleiner Spritumschlag ist fast immer ein Arbeitsweg-Problem, kein Verhaltensproblem, und die Lösung liegt entsprechend nicht an der Zapfsäule. Rechne zuerst die Formel mit ehrlichen Kilometern und deinem gemessenen Realverbrauch neu, denn oft ist der Umschlag einfach zu niedrig angesetzt. Stimmt die Zahl, dann sind die Hebel Fahrgemeinschaft, Homeoffice-Tage, ein Monatsticket für den Pendelweg oder mittelfristig der Wohnort. Sparsameres Fahren bringt etwas, aber es rettet keinen Umschlag, der strukturell zu klein ist.

Führ dieses Budget auf deinem Handy

Envelope Budget steckt diese Umschläge in deine Hosentasche. Verteile jeden Betrag, trag Ausgaben ein, sobald sie passieren, und sieh, was wirklich übrig ist.

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