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Wie viel sollte ich für Mobilität ausgeben?

Zähl alles zusammen, womit du dich bewegst: Kreditrate oder Leasingrate, Kfz-Versicherung, Kfz-Steuer, Sprit oder Strom, Parken, Werkstatt, Hauptuntersuchung, Reifen samt Einlagerung, dazu Monatsticket, Bahnfahrten und Carsharing. Als Planungsband sollte diese Summe bei etwa 15 Prozent vom Netto landen, ab etwa 20 Prozent frisst sie andere Umschläge auf. Teile sie in zwei Teile, denn ungefähr die Hälfte der Autokosten ist monatlich und die andere Hälfte jährlich: ein Umschlag Mobilität für das Laufende, eine Rücklage für Steuer, TÜV, Reifen und Reparatur.

Zähl alles, nicht nur den Sprit

Die meisten Menschen nennen als Autokosten den Betrag, den sie zuletzt getankt haben. Das ist der kleinere Teil. Zur vollständigen Liste gehören Kfz-Versicherung, meist einmal im Jahr abgebucht, Kfz-Steuer, ebenfalls jährlich, die Hauptuntersuchung alle zwei Jahre, die Inspektion, Verschleißteile wie Bremsen und Auspuff, zwei Sätze Reifen und deren Einlagerung, Parkgebühren oder ein Anwohnerparkausweis, und der Wertverlust, den du zwar nicht überweist, aber beim nächsten Autokauf bezahlst. Erst wenn diese Liste vollständig auf einem Blatt steht, hast du die Zahl, um die es geht. Fast immer ist sie deutlich höher als geschätzt, und fast immer liegt der Unterschied genau in den Posten, die nicht monatlich kommen.

Die Posten handeln gegeneinander

Innerhalb dieser 15 Prozent tauschst du ständig. Ein neueres Auto senkt die Werkstattkosten und hebt Rate, Versicherung und Wertverlust. Ein älteres Auto ohne Rate erhöht die Rücklage für Reparaturen und macht die Kosten unregelmäßiger. Wohnen näher am Arbeitsplatz senkt den Spritposten und hebt meist die Miete. Ein Monatsticket ersetzt Sprit und Parken, aber es lässt Versicherung und Steuer unberührt, solange das Auto angemeldet vor der Tür steht. Deshalb ist die Frage nie, welcher einzelne Posten günstig ist, sondern welche Kombination unter deiner Gesamtsumme bleibt. Ein zweites Auto ist der Hebel, der diese Summe am schnellsten sprengt, weil es Steuer, Versicherung, TÜV und Reifen komplett dupliziert.

Ohne Auto oder mit einem Auto im Haushalt

Wenn du kein Auto hast, ist dieser Posten meistens der ruhigste im ganzen Budget: ein Monatsticket, gelegentlich Bahn, ab und zu Carsharing oder ein Mietwagen für den Umzug oder den Urlaub. Plane trotzdem eine kleine Rücklage für genau diese Ausnahmen, sonst landet der Mietwagen in der Ferienzeit im Lebensmittel-Umschlag. Haushalte mit einem geteilten Auto liegen dazwischen und sollten eine Regel treffen, wer welche Fahrten übernimmt, weil sonst am Monatsende niemand weiß, warum der Umschlag leer ist. Der Schritt von einem auf null Autos ist finanziell der größte in diesem ganzen Bereich, und er lohnt eine ehrliche Rechnung, bevor er eine Identitätsfrage wird.

Die Diagnose: was ein zu großer Mobilitätsposten aushungert

Auto- und Ticketkosten sind selten der Posten, den jemand als Problem benennt, weil sie sich nach Notwendigkeit anfühlen. Sie melden sich woanders: Die Reifen im Oktober gehen auf die Kreditkarte, die Inspektion wird verschoben, bis das Warnsymbol dauerhaft leuchtet, und die Rücklage für den Urlaub bleibt seit Monaten auf demselben Stand. Wenn Mobilität dauerhaft über etwa 20 Prozent vom Netto liegt, sind das die typischen Symptome. Die ehrliche Lesart ist, dass die Reparatur nicht überraschend war, sondern nur nie eingeplant. Bevor du an Lebensmitteln sparst, rechne den Mobilitätsposten vollständig durch. Es ist der Bereich, in dem die größte Zahl am seltensten angeschaut wird.

Zwei Umschläge, sofort einzurichten

Der erste Umschlag heißt Mobilität und enthält alles Monatliche: Sprit oder Ladestrom, Ticket, Parken, gelegentliche Bahnfahrt. Der zweite ist eine Rücklage und enthält alles, was in Jahren denkt: Kfz-Versicherung, Kfz-Steuer, Hauptuntersuchung, Inspektion, Reifen und Einlagerung, dazu eine Position für die nächste unerwartete Reparatur. Nimm für die Rücklage deine tatsächlichen Beträge aus Police, Steuerbescheid und der letzten Werkstattrechnung, addiere sie und teile durch zwölf. In Envelope Budget kannst du der Rücklage ein Ziel und ein Datum geben, sodass du im Widget siehst, ob du bis zum TÜV-Termin fertig bist. Die Beträge kommen aus deinen Unterlagen, nicht von dieser Seite.

Häufige Fragen

Sind Versicherung und Sprit in den 15 Prozent enthalten?

Ja. Das Band meint alles, was Bewegung kostet: Rate, Versicherung, Steuer, Kraftstoff oder Ladestrom, Wartung und Reparatur, Reifen, Parken, Tickets und Carsharing. Wenn du nur Rate und Sprit rechnest, kommst du auf eine schöne Zahl und wunderst dich jedes Jahr im Januar und im Oktober. Rechne die jährlichen Posten anteilig mit, also Jahresbetrag geteilt durch zwölf. Das Band ist übrigens eine Planungskonvention und kein gemessener Durchschnitt. Es dient dazu, deine eigene Summe einzuordnen, nicht dazu, sie zu bewerten.

Wie viel sollte ich monatlich für Reparaturen zurücklegen?

Bau die Zahl aus deiner eigenen Historie. Nimm die Werkstattrechnungen der letzten zwei Jahre, addiere sie, teile durch 24, und du hast einen Startwert, der zu deinem Auto passt statt zu einem Durchschnittsauto. Hast du keine Rechnungen, weil das Auto neu ist, plane zunächst Inspektion und Reifen aus den Preisangaben deiner Werkstatt und erhöhe den Betrag mit jedem Fahrzeugjahr. Wichtiger als die Höhe ist, dass diese Rücklage getrennt vom laufenden Mobilitäts-Umschlag steht und im Monat ohne Reparatur nicht angefasst wird.

Ich fahre nur mit Bus und Bahn. Wie hoch sollte mein Umschlag sein?

Dann ist deine Zahl klein und stabil, und du brauchst vor allem eine saubere Abgrenzung. In den Mobilitäts-Umschlag gehören das Abo oder Monatsticket, Einzelfahrten, wenn du außerhalb deines Gültigkeitsbereichs unterwegs bist, und Fahrten zum Bahnhof. Nicht hinein gehören Urlaubsreisen, die in die Urlaubsrücklage wandern, und Besuche bei der Familie, wenn sie mehrmals im Jahr größere Fahrkarten bedeuten. Für die gibt es eine eigene kleine Rücklage. So bleibt der Monatsposten langweilig, und genau das soll er sein.

Führ dieses Budget auf deinem Handy

Envelope Budget steckt diese Umschläge in deine Hosentasche. Verteile jeden Betrag, trag Ausgaben ein, sobald sie passieren, und sieh, was wirklich übrig ist.

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