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StartWie viel solltest du ausgeben

Wie viel sollte ich für Körperpflege ausgeben?

Starte bei etwa 2 bis 4 Prozent vom Netto für Körperpflege, also Friseur und Farbe, Nägel, Hautpflege und Kosmetik, Rasur und gelegentliche Behandlungen. Das ist ein Planungsband, aus dem du einen Umschlag baust, kein gemessener Durchschnitt. Der wirksame Hebel ist danach nicht der Preis pro Termin, sondern der Abstand zwischen zwei Terminen: Wer alle sechs Wochen zum Friseur geht, hat rund neun Termine im Jahr, bei acht Wochen sind es sechseinhalb. Das ist etwa ein Viertel weniger, ohne den Salon zu wechseln.

Definiere die Kategorie, bevor du sie budgetierst

Körperpflege ist einer der Posten, bei denen zwei Menschen völlig verschiedene Dinge meinen. Die brauchbare Abgrenzung: Hierhin gehören Friseur und Färben, Nägel, Kosmetik und Hautpflege, Rasierklingen, Parfum, Massage oder Kosmetikstudio. Nicht hierhin gehören Zahnpasta, Duschgel, Waschmittel und Windeln, denn das sind Drogerieartikel und Haushaltsverbrauch, die sich kaum bewegen und deshalb in einen eigenen ruhigen Umschlag gehören. Ebenfalls nicht hierhin gehören Zuzahlungen beim Arzt oder eine neue Brille, die zu den Gesundheitsausgaben zählen. Wenn du diese drei Bereiche vermischst, sieht ein Monat mit Friseurtermin und Großeinkauf aus wie ein Kontrollverlust, obwohl beides geplant war.

Das Startband und was es verschiebt

Zwei bis vier Prozent vom Netto sind ein Startwert, um überhaupt einen Umschlag anlegen zu können. Nach oben schieben dich gefärbte Haare, die nachwachsen und deshalb einen festen Rhythmus erzwingen, regelmäßige Nagel- oder Kosmetiktermine, ein Beruf mit hohem Repräsentationsanspruch und die schlichte Tatsache, dass längere Haare in vielen Salons mehr kosten. Nach unten schieben dich ein Schnitt, der herauswächst statt herauszuwachsen aufzufallen, längere Abstände, Färben zu Hause und eine kleinere Zahl von Produkten, die tatsächlich aufgebraucht werden. Wie bei den meisten Posten in diesem Bereich gilt: Der Rhythmus entscheidet mehr als der Einzelpreis.

Rechne mit dem Rhythmus, nicht mit dem Preis

Das Jahr hat 52 Wochen, und daraus ergibt sich die einzige Rechnung, die du hier brauchst. Ein Termin alle vier Wochen sind 13 Termine im Jahr. Alle sechs Wochen sind es knapp neun. Alle acht Wochen sind es sechseinhalb. Zwischen sechs und acht Wochen liegen also rund ein Viertel deiner Jahreskosten, bei identischem Preis, identischem Salon und identischem Ergebnis in den ersten fünf Wochen. Multipliziere die Zahl der Termine mit deinem tatsächlichen Preis inklusive Trinkgeld, addiere die anderen Positionen und teile durch zwölf. Das ist dein Umschlag, und er beruht auf deinen Zahlen statt auf einem Durchschnitt.

Die Diagnose: was ein aufgeblähter Pflegeposten kostet

Dieser Posten wird selten als Problem benannt, weil er aus vielen kleinen, gut begründeten Terminen besteht. Er meldet sich indirekt: Die Rücklage für Geschenke ist im November leer, der Zahnarzttermin wird geschoben, das Sparziel steht seit Monaten still. Wenn du das erkennst, ist die Frage nicht, ob du zu eitel bist, sondern ob die Reihenfolge stimmt. Ein bewusst gewählter Pflegeposten, der gefüllt wird, während Rücklagen und Sparziel laufen, ist völlig unproblematisch. Derselbe Betrag, der still aus dem Lebensmittelgeld kommt, ist ein Buchhaltungsproblem, kein Charakterproblem. Sichtbar machen reicht in den meisten Fällen aus.

Der Umschlag, den du heute anlegst

Leg einen Umschlag Körperpflege an und trag in die Notiz deinen Rhythmus ein, also alle wie viel Wochen welcher Termin ansteht. Wenn ein Teil deiner Ausgaben nur wenige Male im Jahr anfällt, etwa eine große Behandlung, gehört dieser Teil in eine Rücklage und nicht in den Monatsbetrag. In Envelope Budget kannst du beides nebeneinander führen und siehst im Widget, ob der nächste Termin schon gedeckt ist. Und trag Ausgaben im Salon direkt ein, bevor du die Tür wieder zumachst. Nachträglich erinnert sich niemand daran, ob Trinkgeld und Produkt dabei waren.

Häufige Fragen

Zählen Duschgel und Zahnpasta zur Körperpflege?

Rechnerisch schon, praktisch besser nicht. Verbrauchsartikel aus der Drogerie sind stabil, günstig pro Stück und werden zusammen mit Waschmittel und Klopapier gekauft. Wenn sie im Pflege-Umschlag stecken, verwässern sie genau die Zahl, die du beobachten willst, nämlich die Termine mit Rhythmus. Leg einen kleinen Umschlag Drogerie & Haushalt an und lass Körperpflege für Friseur, Nägel, Kosmetik und Behandlungen frei. Zwei Umschläge, zwei klare Zahlen, kein Mehraufwand.

Wie budgetiere ich einen Termin, der nur zwei- oder dreimal im Jahr stattfindet?

Als Rücklage, nicht als Monatsbetrag. Nimm den Preis mal der Anzahl im Jahr, teile durch zwölf und fülle diesen Betrag monatlich in eine Position deiner Rücklage. In den Monaten ohne Termin wächst sie, im Monat des Termins geht sie zurück auf null. Das ist dieselbe Mechanik wie bei der Kfz-Versicherung, nur in klein. Sie ist deshalb ein guter Übungsposten: Wenn du hier verstehst, warum eine wachsende Rücklage kein freies Geld ist, funktionieren später auch die großen.

Sind vier Prozent nicht zu viel für Körperpflege?

Es ist kein Sollwert, sondern das obere Ende eines Startbands. Ob es zu viel ist, entscheidet nicht der Prozentsatz, sondern was gleichzeitig nicht passiert. Wenn Wohnen gedeckt ist, die Rücklagen wachsen und dein Sparziel läuft, ist die Frage beantwortet. Wenn dagegen jeder unerwartete Betrag auf der Kreditkarte landet, ist dieser Posten einer der wenigen, die sich sofort und ohne Vertragsende reduzieren lassen, meist über den Rhythmus statt über den Verzicht.

Führ dieses Budget auf deinem Handy

Envelope Budget steckt diese Umschläge in deine Hosentasche. Verteile jeden Betrag, trag Ausgaben ein, sobald sie passieren, und sieh, was wirklich übrig ist.

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