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StartWie viel solltest du ausgeben

Wie viel sollte ich im Monat fürs Essengehen ausgeben?

Pack alles, was du isst und trinkst, ohne es zu Hause zubereitet zu haben, in einen einzigen Umschlag: Restaurant, Lieferdienst, Kantine, Bäcker, Kaffee unterwegs, das Feierabendbier. Ein sinnvoller Startwert liegt bei etwa 5 Prozent vom Netto, als Planungsband und nicht als Messwert. Dann der eigentliche Trick: Rechne den Betrag in eine Anzahl Besuche um, denn eine Zahl wie sechsmal im Monat hältst du deutlich besser ein als einen Eurobetrag. Ist der Umschlag leer, ist die Frage nach dem Lieferdienst schon beantwortet.

Ein Umschlag, nicht vier

Die meisten Menschen unterschätzen diesen Posten, weil er sich auf viele kleine Kanäle verteilt: das Brötchen beim Bäcker, der Kaffee auf dem Weg, das Mittagessen in der Kantine, der Lieferdienst am Freitag, das Restaurant am Samstag und die Runde in der Kneipe. Jede einzelne Ausgabe fühlt sich harmlos an, und die Summe sieht niemand, weil sie nie an einer Stelle steht. Genau deshalb gehört alles in einen Umschlag. Es geht nicht um Kontrolle, sondern um Sichtbarkeit: Erst wenn diese Ausgaben in einer Zeile stehen, kannst du entscheiden, ob sie dir das wert sind. Vorher entscheidest du nichts, du stellst nur am Monatsende fest.

Fünf Prozent als Start, und warum Durchschnitte hier täuschen

Fünf Prozent vom Netto sind ein Startwert, um überhaupt eine Zahl zu haben, keine Empfehlung und kein Messergebnis. Durchschnittswerte helfen bei diesem Posten besonders wenig, weil er zwischen zwei ähnlichen Haushalten extrem unterschiedlich ausfällt: Wer eine bezuschusste Kantine hat, kauft mittags günstig; wer im Homeoffice arbeitet, isst zu Hause; wer Schicht arbeitet, kauft unterwegs. Nimm den Startwert, vergleiche ihn mit dem, was du in den letzten drei Monaten tatsächlich ausgegeben hast, und setz deine Zahl irgendwo dazwischen. Die interessante Information ist ohnehin nicht der Prozentsatz, sondern der Abstand zwischen deiner Annahme und deinen Belegen.

Rechne Euro in Besuche um

Ein Betrag ist abstrakt, eine Anzahl nicht. Nimm deinen Monatsbetrag und teile ihn durch das, was ein typischer Besuch bei dir kostet. Heraus kommt eine Zahl wie sechs Restaurantbesuche, oder zwei Lieferungen und vier Mittagessen. Diese Form hältst du besser ein, weil du sie im Kopf mitzählen kannst, ohne zu rechnen. Sie macht außerdem die Tauschgeschäfte sichtbar: Ein teures Abendessen kostet dich zwei Mittagessen, und diese Rechnung entscheidest du gern selbst. Schreib die Anzahl in die Notiz des Umschlags. Ab dann ist die Frage im Alltag nicht mehr, ob du dir das leisten kannst, sondern der wievielte Besuch das diesen Monat ist.

Was diesen Posten nach oben oder unten schiebt

Nach oben schieben ihn lange Arbeitswege ohne Küche in der Nähe, Schichtdienst, kleine Kinder an anstrengenden Tagen, ein Freundeskreis, der sich abends im Restaurant trifft, und Lieferdienst-Apps mit gespeicherter Zahlungsmethode. Nach unten schieben ihn mitgenommenes Essen, ein fester Wochentag als Restauranttag, Treffen bei jemandem zu Hause und das Löschen der Zahlungsdaten aus den Liefer-Apps, damit jede Bestellung wieder eine bewusste Handlung wird. Wichtig ist die Reihenfolge: Erst die Zahl kennen, dann die Hebel ziehen. Wer diesen Umschlag auf null setzt, gibt in der Regel nach drei Wochen das ganze Budget auf, und das kostet mehr als der Lieferdienst.

Der Umschlag, den du diese Woche änderst

Leg einen Umschlag Freizeit & Essengehen an oder trenne beides, wenn du sehen willst, was welcher Teil kostet. Fülle ihn wöchentlich mit einem Viertel des Monatsbetrags, weil dieser Posten fast ausschließlich am Wochenende passiert und ein Monatsbetrag am ersten Wochenende zur Hälfte weg sein kann. Trag jede Zahlung sofort ein, auch das Brötchen. In Envelope Budget geht das in wenigen Sekunden von Hand, und der Restbetrag steht im Widget, bevor du die Speisekarte aufschlägst. Der Umschlag verbietet dir nichts. Er beantwortet nur die Frage, die du sonst erst am Monatsende stellst.

Häufige Fragen

Gehört der Kaffee unterwegs in diesen Umschlag oder in einen eigenen?

In diesen, es sei denn, er ist bei dir groß genug, um eine eigene Zeile zu verdienen. Die Regel lautet: Alles, was du isst oder trinkst und nicht selbst zubereitet hast, gehört zusammen, weil es dieselbe Entscheidung ist. Wenn dein täglicher Kaffee ein spürbarer Posten ist, kann ein eigener kleiner Umschlag helfen, aber nur, wenn du ihn wirklich sichtbar halten willst. Mehr als drei bis vier Umschläge für Essen machen die Sache unübersichtlich, und Unübersichtlichkeit ist der häufigste Grund, warum Menschen aufhören.

Sind fünf Prozent nicht viel zu wenig?

Für viele Haushalte ja, und das ist kein Problem. Der Wert ist ein Startpunkt, um überhaupt eine Zahl zu haben, nicht eine Vorgabe. Wenn dein Posten deutlich höher liegt und du damit einverstanden bist, während Miete, Rücklagen und Sparziel gefüllt sind, dann ist er richtig. Interessant wird es erst, wenn dieser Umschlag groß ist und gleichzeitig die Rücklage für die Autoreparatur seit Monaten leer bleibt. Dann hast du keine Essensfrage, sondern eine Reihenfolgefrage.

Was mache ich, wenn der Umschlag leer ist und ich eingeladen werde?

Du hast drei ehrliche Optionen, und alle sind besser als so zu tun, als sei nichts. Erstens: hingehen und aus einem anderen Umschlag umbuchen, bewusst und mit dem Wissen, was dort dann fehlt. Zweitens: hingehen und weniger bestellen. Drittens: absagen oder vorschlagen, sich anders zu treffen. Die Umschlagmethode nimmt dir die Entscheidung nicht ab, sie sorgt nur dafür, dass du sie triffst, bevor die Rechnung kommt. Wenn du regelmäßig umbuchen musst, ist der Umschlag zu klein angesetzt und nicht dein Sozialleben zu groß.

Führ dieses Budget auf deinem Handy

Envelope Budget steckt diese Umschläge in deine Hosentasche. Verteile jeden Betrag, trag Ausgaben ein, sobald sie passieren, und sieh, was wirklich übrig ist.

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