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Welche monatlichen Ausgaben gehören ins Budget?

Fang an mit Wohnen, Strom und Nebenkostenvorauszahlung, Lebensmitteln, Mobilität, Versicherungen, Kreditraten, Handy und Internet, Drogerie und Haushalt, Abos, Kinderbetreuung oder Tieren, Spenden und persönlichem Geld. Dann ergänze das, was gar nicht monatlich kommt — Jahresprämien, Kfz-Steuer, TÜV, Rundfunkbeitrag, Vereinsbeiträge, Weihnachten, die Nebenkostenabrechnung — geteilt durch die Monate bis zur Fälligkeit. Genau diese unregelmäßigen Posten sind es, die Budgets zerlegen.

Die monatliche Liste

Wohnen: Kaltmiete, Nebenkostenvorauszahlung, Hausgeld bei Eigentum, Kreditrate. Energie und Versorgung: Stromabschlag, Gasabschlag, Wasser, Müll, sofern nicht in den Nebenkosten enthalten. Kommunikation: Handytarif, Internet, gegebenenfalls Rundfunkbeitrag, der in der Regel quartalsweise abgebucht wird. Essen: Lebensmittel, Essengehen, Kantine, Kaffee unterwegs. Mobilität: Ticket für Bus und Bahn, Sprit, Parken, Kfz-Versicherung, laufende Wartung. Versicherungen, soweit sie nicht schon vom Brutto abgehen: Haftpflicht, Hausrat, weitere Policen, die du selbst zahlst. Kredite: Mindestraten. Persönliches und Haushalt: Drogerie, Friseur, Reinigung, Kleidung. Abos und Mitgliedschaften: Streaming, Software, Fitnessstudio, Vereine. Menschen und Tiere: Kita, Hort, Schulkosten, Kurse, Tierfutter, Tierarzt. Abgeben: Spenden, Unterstützung für Familie. Und Geld für dich: ein persönlicher Umschlag, den niemand rechtfertigen muss.

Die Posten, die alle vergessen

Sie kommen vierteljährlich, jährlich oder alle paar Jahre, und sie sind der Grund, warum vernünftige Budgets auseinanderfallen. Die Nebenkostenabrechnung und die Stromabrechnung mit möglicher Nachzahlung. Die Kfz-Versicherung als Jahresprämie. Die Kfz-Steuer. Die Hauptuntersuchung im Zwei-Jahres-Takt. Der Reifenwechsel samt Einlagerung. Der Rundfunkbeitrag im Quartal. Jahresbeiträge für Verein, Gewerkschaft oder Berufsverband. Jahresabos, die sich still verlängern. Weihnachten, Geburtstage, Hochzeiten, Konfirmation oder Jugendweihe. Klassenfahrt und Schulmaterial. Zahnarzt-Eigenanteil. Umzug und Kaution. Und der größte, den fast niemand plant: der Ersatz von Handy, Laptop und Haushaltsgeräten.

Mach aus den unregelmäßigen Posten Monatszahlen

Für jede unregelmäßige Ausgabe: Gesamtbetrag durch die Zahl der Monate bis zur nächsten Fälligkeit, und diesen Betrag jeden Monat in eine Rücklage einzahlen. Wenn die Rechnung kommt, liegt das Geld schon da, und der Monat, in dem sie landet, ist unauffällig. Dieser eine Schritt verwandelt die Kategorie von Ausgaben, die Budgets zerstört, in die Kategorie, über die nie wieder gesprochen wird.

Prüf deine eigenen Auszüge, bevor du irgendeiner Liste vertraust

Behandle diese Liste als Gedächtnisstütze, nicht als dein Budget. Geh drei Monate Kontoauszüge für die wiederkehrenden Posten durch und volle zwölf Monate für die jährlichen, denn ein Abo, das sich einmal im Jahr verlängert, ist in einer Dreimonatsprüfung unsichtbar und genau der Posten, der überrascht. Deine echte Liste enthält Dinge, die kein Artikel erraten würde, und lässt einiges von dem oben weg.

Was nicht hineingehört

Alles, was schon vom Bruttolohn abgeht, bevor das Geld bei dir ankommt: Lohnsteuer, Sozialabgaben, Beiträge zur Krankenversicherung über den Arbeitgeber, betriebliche Altersvorsorge. Wenn du vom Netto budgetierst, sind diese Beträge bereits erledigt, und sie noch einmal aufzulisten zählt sie doppelt. Ebenso wenig braucht etwas, das du zweimal im Jahr kaufst, eine monatliche Kategorie — das gehört in eine Rücklage. Die Liste dient der Vollständigkeit, das Budget dient den Entscheidungen.

Aus der Liste wird ein kleineres Set an Umschlägen

Eine vollständige Ausgabenliste ist länger als ein brauchbares Umschlag-Set, und das ist in Ordnung — es sind zwei verschiedene Dokumente. Fass die festen, automatisch abgebuchten Rechnungen zu einem oder zwei Umschlägen zusammen, denn im Moment des Ausgebens kannst du sie ohnehin nicht beeinflussen. Eigene Umschläge bekommt nur, worüber du im Moment wirklich entscheidest: Lebensmittel, Essengehen, Freizeit, Persönliches. Das landet meist bei sechs bis zehn Umschlägen, plus deine Rücklagen, die still daneben liegen.

Häufige Fragen

Wie viele davon brauchen einen eigenen Umschlag?

Deutlich weniger, als die Liste enthält. Sechs bis zehn decken die meisten Leben ab. Die Liste existiert, damit du keine Kosten vergisst; Umschläge existieren, damit du entscheiden kannst — und einen eigenen Umschlag braucht nur, wo es tatsächlich etwas zu entscheiden gibt.

Gehört Sparen als Position ins Budget?

Ja. Behandle Beiträge zu Sparzielen als gefüllte Position und nicht als das, was am Ende übrig bleibt. Was am Ende übrig bleibt, ist meistens nichts, und deshalb produzieren Budgets, die Sparen als Rest behandeln, selten Ersparnisse.

Und was ist mit dem, was schon vom Gehalt abgezogen wird?

Lass es weg und budgetiere die Zahl, die auf dem Konto landet. Steuern, Sozialabgaben und alles am Brutto Einbehaltene sind bereits weg, bevor du das Geld siehst; sie mit aufzulisten lässt dein Budget kleiner aussehen, als es ist.

Wohin gehört der Rundfunkbeitrag?

Er wird pro Haushalt und in der Regel quartalsweise abgebucht, fällt also aus dem Monatsrhythmus. Nimm den Betrag von deinem Beitragsbescheid, teil ihn durch drei und füll ihn monatlich in eine Rücklage — dann trifft die Quartalsabbuchung nie einen ungeplanten Monat.

Führ dieses Budget auf deinem Handy

Envelope Budget ist eine App für die Umschlagmethode fürs iPhone. Manuelle Eingabe mit Absicht — der Moment, in dem du einen Kauf einträgst, ist der Moment, in dem er dir auffällt.

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