✉️ Envelope Budget App laden

StartBudget-Methoden

3-Konten-Modell oder Umschläge: Trennwände aus Konten oder aus Namen

Das 3-Konten-Modell lässt Gehalt und alle Lastschriften über ein Girokonto laufen, schiebt per Dauerauftrag das Alltagsgeld auf ein zweites Konto und Sparen sowie Rücklagen auf ein drittes. Seine größte Stärke ist, dass es ohne jedes Mitschreiben funktioniert; seine Grenze ist, dass drei bis vier Töpfe das Maximum sind. Umschläge lösen dasselbe Problem eine Ebene tiefer. Die Kombination, die wirklich läuft: große Trennwände als Konten, die Aufteilung innerhalb des Alltagskontos als Umschläge.

Was das 3-Konten-Modell leistet

Ein Girokonto nimmt das Gehalt auf und trägt alle Fixkosten, also Miete, Versicherungen, Strom, Handy und jede Lastschrift. Am Tag nach dem Gehaltseingang schieben Daueraufträge einen festen Betrag aufs zweite Konto für den Alltag und einen weiteren auf ein drittes für Sparen und Rücklagen, oft ein Tagesgeldkonto. Die Karte für den Alltag hängt nur am zweiten Konto. Das ist die ganze Konstruktion. Zwei Stärken, beide groß: Die Trennung ist physisch, denn was nicht auf dem Alltagskonto liegt, gibst du auch nicht spontan aus. Und der Pflegeaufwand ist praktisch null, weil Daueraufträge einmal eingerichtet werden und dann ohne dich laufen. Das ist weniger Haushaltsbuch als Installation, und Installationen muss man nicht täglich anfassen.

Wo das Modell aufhört

Die Grenze kommt über die Anzahl. Drei oder vier Konten sind realistisch, zwanzig sind es nicht: Konten eröffnen, verwalten, Daueraufträge pflegen und sich alles merken kostet mit jedem weiteren spürbar mehr. Also bleiben die meisten bei Gehalt, Alltag und Sparen stehen. Dann stecken innerhalb des Alltagskontos Lebensmittel, Essengehen, Lieferdienste, Mobilität, Kleidung, Geschenke und Freizeit alle in einem Topf. Du siehst den Kontostand, aber nie, wem dieser Stand gehört. Das Modell verhindert Lecks zwischen den großen Blöcken perfekt und sagt dir bis zum Schluss nicht, was innerhalb eines Blocks was auffrisst. Genau deshalb sind so viele Konten sauber getrennt und trotzdem am Zwanzigsten blank.

Was Umschläge leisten und was sie kosten

Umschläge lösen dasselbe Problem eine Ebene tiefer. Statt mehr Konten zu eröffnen, teilen sie einen einzigen Saldo in mehrere benannte Fächer: Lebensmittel, Essengehen, Mobilität, Freizeit, Rücklagen. Zwanzig davon zu führen ändert nichts an der Zahl deiner Konten. Die Auflösung ist damit unvergleichbar höher. Dafür kommt ein Preis dazu: Ein Umschlag sinkt nicht von selbst, du trägst die Ausgabe ein. Der Dauerauftrag arbeitet für dich, der Umschlag will einmal kurz angefasst werden. Das sind Sekunden, aber täglich, und ob du diese Reibung aushältst, ist das praktische Kriterium zwischen beiden Methoden. Die Sekunden sind übrigens nicht nur Nachteil: Das Eintragen selbst dämpft Ausgaben, und es hinterlässt Daten für die Beträge des nächsten Monats.

Nicht entweder oder, sondern zwei Ebenen

Deshalb ist das keine Wahl zwischen zwei Systemen. Sie arbeiten auf verschiedenen Ebenen. Konten sind gut darin, Wände zwischen großen Blöcken zu ziehen: Sparen vom Alltag fernhalten, Rücklagen außer Reichweite legen, die Fixkosten so lagern, dass sie bis zum Abbuchungstag nicht angefasst werden. Das erledigen ein paar Daueraufträge, und niemand muss etwas aufschreiben. Umschläge sind gut darin, einen Block von innen zu teilen. Wie viel innerhalb des Alltagskontos auf Lieferdienste und wie viel auf den Wocheneinkauf geht, erfährst du durch kein weiteres Konto. Die brauchbare Frage lautet also nicht, welche Methode überlegen ist, sondern: Leckt mein Geld zwischen den großen Blöcken oder innerhalb eines Blocks. Vorne heißt Konten, hinten heißt Umschläge.

Die Kombination, die in der Praxis läuft

Die Einrichtung, die am zuverlässigsten hält, sieht so aus. Drei Konten: Gehalt und Fixkosten, Alltag, Sparen und Rücklagen. Zwei Daueraufträge am Tag nach dem Gehaltseingang füllen die beiden hinteren. Bis hierhin ist es das 3-Konten-Modell. Danach teilst du das Alltagskonto innerlich in Umschläge: Lebensmittel, Essengehen, Mobilität, Freizeit. Die Rücklagen fürs Jahr, also Kfz-Versicherung, Rundfunkbeitrag, eine mögliche Nebenkostennachzahlung, gehören als eigene Umschläge auf das dritte Konto, damit sie nicht im Alltagssaldo mitschwimmen. Auch die Reihenfolge zählt: Bau erst die Konten, führ einen Monat, und leg die Umschläge danach darüber. Startest du beides in derselben Woche, weißt du hinterher nicht, welche Ebene gewirkt hat.

Was die Werkzeugwahl nicht entscheidet

Den Konten-Teil erledigst du bei der Bank, bei der du ohnehin bist. Welche Bank, welche Kontoart und wo Geld liegen sollte, ist nichts, was diese Seite entscheidet; Bedingungen und Grenzen erfährst du bei deinem Institut. Der Umschlag-Teil geht auf Papier, in einer Tabelle oder in einer App. Damit ein Umschlag dich aber tatsächlich stoppt, muss der Stand dort sein, wo ausgegeben wird, also an der Kasse. Genau diesen einen Punkt übernimmt unsere iOS-App Envelope Budget: manuelle Eingabe, keine Bankanbindung und keine Zugriffserlaubnis auf dein Konto, dafür Umschläge, Sparziele und ein Widget auf Home- und Sperrbildschirm, das den Rest zeigt, ohne dass du die App öffnest. Wie sich das zu anderen Wegen verhält, steht auf unseren Vergleichsseiten.

Häufige Fragen

Wie viele Konten sind sinnvoll?

Drei reichen in den meisten Fällen, manchmal vier, wenn du das Fixkostenkonto vom Gehaltskonto trennen willst: eines für Gehalt und Lastschriften, eines für den Alltag, eines für Sparen und Rücklagen. Wenn du das Bedürfnis hast, weitere zu eröffnen, ist das meistens kein Signal für ein viertes Konto, sondern dafür, dass das Alltagskonto innerlich geteilt werden muss. Vergleiche einfach den Aufwand: ein weiteres Konto eröffnen und pflegen gegenüber einen weiteren Umschlag anlegen. Konditionen und Voraussetzungen klärst du bei deiner Bank.

Reicht das 3-Konten-Modell nicht schon aus?

Wenn dein Problem ist, dass nichts gespart wird, reicht es oft tatsächlich, denn genau dort liegt seine Stärke: Der Sparanteil wird physisch getrennt, bevor er sich mit dem Alltagsgeld mischen kann, also findet Sparen zuverlässig statt. Wenn dein Problem aber ist, dass das Alltagskonto jeden Monat vor dem Zahltag leer ist, reicht es nicht, weil dir jede Information darüber fehlt, was innerhalb dieses Kontos wie viel gefressen hat. Heißt die Frage Sparen, endet es beim Konto. Heißt sie Ausgaben, brauchst du die Umschlag-Ebene.

Wohin gehören die Rücklagen für jährliche Kosten?

Auf das dritte Konto, aber als eigene benannte Umschläge und nicht als ein gemeinsamer Betrag. Kfz-Versicherung, Kfz-Steuer, Rundfunkbeitrag, Vereinsbeiträge und eine mögliche Nebenkostennachzahlung haben verschiedene Termine und verschiedene Größen, und ein einziger Sammelstand sagt dir nie, ob das Geld für den nächsten Termin schon da ist. Ein Konto kann diese Unterscheidung nicht abbilden, ein Umschlag schon. Die Beträge nimmst du aus deinen eigenen Bescheiden und Policen, geteilt durch die Zahl der Monate bis zur Fälligkeit.

Kann ich die Konten weglassen, wenn ich Umschläge führe?

Es gibt keinen Grund dazu. Eine Sache leistet das Konten-Modell, die ein Umschlag nicht ersetzen kann: Geld physisch außer Reichweite zu legen. Ein Umschlag zeigt dir einen Stand und überzeugt dich, aber du kannst ihn ignorieren, wenn du willst. Geld auf einem anderen Konto braucht einen zusätzlichen Schritt, und dieser Schritt wirkt tatsächlich. Große Trennwände als Konten zu führen und nur das Innere per Umschlag zu teilen, nimmt die Vorteile beider Ebenen mit.

Führ dieses Budget auf deinem Handy

Envelope Budget steckt diese Umschläge in deine Hosentasche. Verteile jeden Betrag, trag Ausgaben ein, sobald sie passieren, und sieh, was wirklich übrig ist.

Envelope Budget laden

iPhone · manuelle Eingabe, keine Bankanbindung · 7 Tage kostenlos testen

Passend dazu