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StartUmschlag-Vorlagen

WG-Budget: dein Anteil, die WG-Kasse und die Abrechnung, die auf einen Namen kommt

In einer WG streitet man selten über die Miete, weil sie feststeht — gestritten wird über die Haushaltskasse und über die Nebenkostenabrechnung, die einmal im Jahr auf den Namen einer einzigen Person kommt. Diese Vorlage trennt beides sauber: dreizehn Umschläge, davon einer für deinen festen Beitrag zur WG-Kasse und einer für deinen Anteil an einer Nachzahlung, die noch niemand kennt.

Die Aufteilung

Umschlag %
🏠 Mein Anteil Kaltmiete
Der Betrag aus deinem Vertrag oder deiner Vereinbarung mit der Hauptmietpartei.
30%
🛒 Meine Lebensmittel
Was nur dir gehört. Getrennt vom gemeinsamen Kochen, sonst rechnet niemand mehr nach.
13%
🎟️ Freizeit & Essengehen
Bewusst eingeplant, damit die WG-Kasse nicht zum Freizeitbudget wird.
9%
🛡️ Notgroschen
Deiner allein. Ein WG-Notgroschen funktioniert nicht, wenn jemand auszieht.
9%
🚲 Mobilität
Ticket, Rad, gelegentliche Fahrten.
8%
🔥 Mein Anteil Nebenkosten-Vorauszahlung
Die monatliche Vorauszahlung, nicht die echten Kosten. Der Unterschied ist der Kern dieser Seite.
7%
💡 Mein Anteil Strom & Internet
Läuft oft auf einen Namen und wird umgelegt. Der Verteilschlüssel gehört schriftlich fixiert.
5%
📬 Rücklage Nebenkostenabrechnung
Für deinen Anteil an einer möglichen Nachzahlung. Betrag aus der letzten Abrechnung.
4%
🎯 Sparen
Ein Ziel mit Namen, sonst wird es zum stillen Puffer.
4%
🧻 WG-Kasse
Klopapier, Spülmittel, Putzmittel, Müllbeutel. Fester Beitrag am selben Tag im Monat.
3%
📱 Handy
Dein eigener Vertrag.
3%
🍲 Gemeinsames Kochen
Nur wenn ihr wirklich gemeinsam kocht. Sonst auf null und ins eigene Lebensmittelbudget.
4%
📻 Rundfunkbeitrag (Anteil)
Wird pro Haushalt erhoben, nicht pro Person. Der Betrag steht auf eurem Beitragsbescheid.
1%

In der WG streitet niemand über die Miete

Die Kaltmiete steht im Vertrag, ist unstrittig und wird von allen pünktlich überwiesen. Streit entsteht an zwei anderen Stellen, und beide sind Budgetprobleme, keine Charakterfragen. Die erste ist die gemeinsame Kasse: Wer kauft Klopapier und Spülmittel, wer legt aus, wer erinnert, und warum hat immer dieselbe Person das Gefühl, mehr zu zahlen. Die zweite ist die jährliche Nebenkostenabrechnung, die auf den Namen einer einzigen Person kommt und einen Betrag nennt, den niemand vorhergesehen hat. Beide Probleme verschwinden mit derselben Lösung: ein fester monatlicher Betrag, an einem festen Tag, in einen Topf mit Namen. Genau das ist ein Umschlag.

Die WG-Kasse funktioniert nur mit festem Betrag und festem Tag

Die verbreitete Variante ist, dass jemand einkauft, einen Zettel an den Kühlschrank hängt und die anderen irgendwann etwas zurückzahlen. Das hält ungefähr sechs Wochen. Die Version, die hält, sieht so aus: Alle zahlen denselben Betrag am selben Tag ein, das Geld liegt an einem Ort, und eine Person kauft davon. Der Betrag kommt nicht aus dem Bauch, sondern aus zwei Monaten mitgeschriebener Einkäufe für den gemeinsamen Bedarf, gerundet nach oben. Halbjährlich schaut ihr, ob der Topf leer oder voll war, und passt an. In deinem eigenen Budget ist das ein fester Umschlag von drei Prozent — er verlässt dein Konto genauso zuverlässig wie die Miete, und deshalb gehört er nicht in die variablen Posten.

Die Vorauszahlung ist nicht der Preis

Das ist der Satz, den in einer WG am wenigsten Leute verstanden haben. Was ihr monatlich für Nebenkosten überweist, ist eine Vorauszahlung auf Kosten, die erst am Ende des Abrechnungszeitraums feststehen. Am Ende kommt eine Abrechnung, und die kann eine Nachzahlung fordern oder ein Guthaben ausweisen. Für eine WG ist das besonders unangenehm, weil die Abrechnung an eine Person geht, sich auf ein Jahr bezieht, in dem vielleicht nicht dieselben Leute gewohnt haben, und weil bis dahin schon jemand ausgezogen sein kann. Deshalb steht in dieser Vorlage ein eigener Umschlag dafür. Wie sich Kosten zwischen Hauptmietpartei und Untermietenden verteilen, regelt euer Vertrag und nicht diese Seite.

Regelt den Auszug, bevor jemand auszieht

In fast jeder WG zieht irgendwann jemand aus, und das ist der Moment, in dem alle offenen Punkte gleichzeitig auf den Tisch kommen: der Anteil an der noch nicht erstellten Nebenkostenabrechnung, die Kaution, der Rest in der WG-Kasse, die gemeinsam gekaufte Waschmaschine. Klärt zwei Dinge schriftlich, solange noch niemand geht: wie der Anteil an einer späteren Nachzahlung behandelt wird, wenn die Person längst weg ist, und was mit gemeinsam angeschafften Geräten passiert. Eine Notiz im gemeinsamen Chat reicht völlig. Was rechtlich zwischen euch gilt, steht in eurem Vertrag oder ist eine Frage für eine Beratungsstelle — dieser Absatz betrifft nur die Frage, wer wie viel Geld zurücklegt.

Was du in dieser Woche änderst

Leg drei Umschläge an: WG-Kasse mit festem Betrag, Rücklage Nebenkostenabrechnung mit dem Zwölftel deines Anteils an der letzten Nachzahlung, und meine Lebensmittel getrennt vom gemeinsamen Kochen. Schreib danach in den WG-Chat, an welchem Tag im Monat alle in die Kasse einzahlen, und mach diesen Tag zum Ritual. Envelope Budget hilft hier vor allem an einer Stelle: Weil du jede Ausgabe selbst einträgst, siehst du zum ersten Mal, wie viel du wirklich für gemeinsame Dinge auslegst — und das ist meistens die Zahl, die das Gespräch verändert. Und schreib dir den Monat auf, in dem die nächste Nebenkostenabrechnung erwartet wird. Ein Termin im Kalender verwandelt die Abrechnung von einem Schreck in eine Rechnung, für die längst Geld bereitliegt.

Häufige Fragen

Wie teilt man die Nebenkosten in einer WG fair auf?

Die verbreiteten Schlüssel sind: nach Köpfen, nach Quadratmetern des eigenen Zimmers, oder eine Mischung aus beidem, bei der Gemeinschaftsflächen nach Köpfen und Zimmer nach Fläche gehen. Keiner davon ist objektiv richtig, deshalb ist das Entscheidende nicht die Wahl, sondern dass ihr sie einmal trefft, aufschreibt und beim Einzug jeder neuen Person zeigt. Wichtig ist außerdem, denselben Schlüssel auch auf eine spätere Nachzahlung anzuwenden — die meisten WGs regeln die monatliche Vorauszahlung und vergessen die Abrechnung.

Sollten wir gemeinsam einkaufen oder jeder für sich?

Am stabilsten ist die Mischform, die diese Vorlage abbildet: eine kleine gemeinsame Kasse für Dinge, die niemand einzeln kaufen will, also Putzmittel, Klopapier, Spülmittel, Gewürze, und getrennte Lebensmittel für alles andere. Vollständig gemeinsame Lebensmittel funktionieren nur, wenn wirklich alle zusammen essen und ähnlich viel und ähnlich teuer einkaufen. Sobald eine Person doppelt so viel isst oder eine besondere Ernährung hat, wird der gemeinsame Topf zur stillen Umverteilung, über die irgendwann geredet werden muss.

Wer zahlt die Nachzahlung, wenn jemand schon ausgezogen ist?

Das ist der Punkt, an dem WGs zuverlässig scheitern, und deshalb gehört er vor den Auszug geklärt, nicht danach. Praktisch lösen es viele so: Wer geht, hinterlegt einen vereinbarten Betrag für den Zeitraum, in dem er gewohnt hat, und bekommt ihn zurück, wenn die Abrechnung günstiger ausfällt. Wie die rechtliche Lage zwischen Hauptmietpartei, Untermietenden und Vermietung tatsächlich aussieht, steht in eurem Mietvertrag; dafür ist eine Rechtsberatung zuständig. Die Budgetseite dieser Frage ist einfach: Alle legen monatlich etwas zurück, und dann gibt es diesen Streit gar nicht erst.

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Envelope Budget steckt diese Umschläge in deine Hosentasche. Verteile jeden Betrag, trag Ausgaben ein, sobald sie passieren, und sieh, was wirklich übrig ist.

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