Start › Bei einer Sache weniger ausgeben
Alkohol: drei getrennte Ausgaben, nicht eine
Alkoholausgaben zerfallen in drei Gruppen, die sich völlig unterschiedlich verhalten: Getränke in Kneipe und Restaurant, der Einkauf für zu Hause, und Runden oder Kistenkäufe bei Anlässen. Der größte Aufschlag pro Glas liegt beim Ausgehen, deshalb liegt dort auch das meiste Geld — eine vorher festgelegte Zahl von Getränken und der Verzicht auf die letzte Runde wirken am stärksten. Gib Alkohol einen eigenen Umschlag, getrennt von Lebensmitteln und Freizeit, und füll ihn wöchentlich.
Drei Ausgaben, ein Name
Wenn du deine Alkoholausgaben senken willst, musst du zuerst wissen, welche der drei Gruppen bei dir überhaupt die große ist. Erstens Getränke beim Ausgehen, die pro Glas den größten Aufschlag tragen. Zweitens der Einkauf für zu Hause, der günstig pro Glas ist, aber unauffällig im Lebensmitteleinkauf verschwindet. Drittens Anlässe: Runden, Kisten für eine Feier, Geschenke. Bei den meisten Menschen dominiert eine dieser drei Gruppen deutlich, und die Maßnahmen unterscheiden sich stark. Schau dir deshalb zwei Monate an und ordne jede Ausgabe einer Gruppe zu, bevor du irgendetwas änderst. Diese Sortierung dauert zwanzig Minuten und ersetzt jede allgemeine Sparregel, weil sie dir sagt, welche Maßnahme bei dir überhaupt greifen kann.
Beim Ausgehen: die Zahl vor der Tür festlegen
Hier liegt bei den meisten der größte Betrag, weil der Preis pro Glas ein Vielfaches des Einkaufspreises ist und weil die Entscheidung über das nächste Getränk in einem Zustand fällt, in dem sie schlechter wird. Die einzige Regel, die zuverlässig hält, ist eine Zahl, die vorher steht: wie viele Getränke, und mit welchem Betrag in bar. Bar zu zahlen macht die Grenze anfassbar, was hier tatsächlich hilft. Der zweite wirksame Punkt ist die letzte Runde, die selten die beste ist und oft die teuerste. Und Wasser zwischendurch senkt die Zahl der bestellten Gläser fast automatisch.
Zu Hause: sichtbar machen, nicht verstecken
Der Einkauf für zu Hause ist pro Glas günstig und wird deshalb selten als Ausgabe wahrgenommen — vor allem, weil er im Lebensmitteleinkauf mitläuft. Genau das ist das Problem: Was nicht sichtbar ist, wird nicht gesteuert. Zieh Alkohol aus dem Lebensmittelumschlag heraus und führ ihn als eigenen Posten. Allein diese Trennung verändert bei vielen das Verhalten, ohne dass eine Regel nötig wäre. Praktisch hilft außerdem, nicht auf Vorrat zu kaufen: Ein voller Vorrat wird schneller verbraucht als ein leerer, und die Ersparnis der Großpackung wird durch die Menge aufgehoben. Und wer den Vorrat trotzdem groß hält, sollte ihn wenigstens außerhalb der Küche lagern, weil Sichtbarkeit hier deutlich stärker wirkt als jeder Vorsatz.
Runden, Feiern und der soziale Anteil
Runden sind keine Bestellung, sondern eine soziale Verpflichtung, und sie skalieren mit der Gruppengröße — in einer Gruppe von acht bezahlst du acht Getränke, um eines zu trinken. Deshalb ist getrennt zahlen in größeren Runden kein Geiz, sondern die Norm, wenn man es zu Beginn ansagt. Bei Feiern, für die du einkaufst, ist die Menge der Hebel: Getränke für zwanzig Personen zu kaufen und dann eine Restkiste zu behalten, verschiebt Geld nur in die Zukunft. Und wenn du in einer Phase bist, in der du generell weniger trinken willst, ist der Umschlag ein nützlicher, unaufgeregter Maßstab dafür.
Was wenig ändert
Der Wechsel auf eine minimal günstigere Marke ändert wenig, solange die Menge gleich bleibt. Happy-Hour-Zeiten verschieben oft nur den Zeitpunkt und führen dazu, dass man länger bleibt. Und Bonusprogramme in Getränkemärkten geben einen kleinen Bruchteil zurück. Was wirklich wirkt, ist unspektakulär: eine vorher festgelegte Zahl, getrenntes Zahlen in Gruppen, kein Vorrat zu Hause, und Alkohol als eigener sichtbarer Posten. Wenn dich das Thema über das Geld hinaus beschäftigt, ist das eine andere Frage als eine Budgetfrage — und dafür gibt es Beratungsstellen, die kostenlos und vertraulich arbeiten. Auch das Umsteigen auf kleinere Gebinde ändert die Menge selten, verteuert aber den Preis pro Liter.
Der Umschlag: eine eigene Zeile, wöchentlich gefüllt
Gib Alkohol einen eigenen Umschlag, herausgelöst aus Lebensmitteln und aus Freizeit. Füll ihn wöchentlich, weil die Ausgaben wöchentlich entstehen. Startwert: was du in den letzten zwei Monaten tatsächlich ausgegeben hast, sortiert nach den drei Gruppen — schon diese Sortierung ist die halbe Arbeit. In Envelope Budget trägst du jeden Kauf von Hand ein und siehst den Stand ohne Entsperren auf dem Sperrbildschirm, was in genau der Situation nützlich ist, in der man sonst nicht nachschaut. Und wenn du reduzieren willst, senk den Umschlag in kleinen Schritten statt auf null; null hält bei den meisten drei Wochen.
Häufige Fragen
Gehört Alkohol in den Lebensmittel-Umschlag?
Zum Steuern besser nicht. Solange Wein und Bier im Lebensmitteleinkauf mitlaufen, siehst du weder den Betrag noch seine Entwicklung, und ein überlaufender Lebensmittelumschlag wird dann fälschlich als Problem beim Essen gedeutet. Zieh es für mindestens zwei Monate als eigene Zeile heraus. Danach kannst du entscheiden, ob du es dauerhaft getrennt führst — die meisten tun es, weil die Trennung allein schon einen Effekt hat und weil sie zeigt, welche der drei Gruppen bei dir die große ist.
Wie lehne ich in einer Runde ab, ohne den Abend zu stören?
Früh und beiläufig statt spät und begründet. Wenn du zu Beginn sagst, dass du heute deins selbst zahlst, ist das in den meisten Gruppen völlig unauffällig; dieselbe Aussage nach der dritten Runde wirkt wie ein Rückzieher. Praktisch hilft außerdem, ein Wasser zwischendurch zu bestellen und bar zu zahlen, weil eine leere Tasche unaufgeregt für dich argumentiert. Und wenn ihr regelmäßig zusammen unterwegs seid, klärt eine einmalige Absprache über Jahre mehr als jede Situation einzeln.
Was ist ein vernünftiger Betrag für Alkohol im Monat?
Den setzt dein Budget, nicht ein Richtwert. Nimm deine tatsächlichen Ausgaben der letzten zwei Monate, sortiert nach Ausgehen, Zuhause und Anlässen, und frag dich, ob das die Verteilung ist, die du wolltest. Wenn du reduzieren willst, greif zuerst die Gruppe an, die bei dir die größte ist — das ist fast immer das Ausgehen — und lass die anderen beiden zunächst unverändert. Eine Kategorie zu ändern hält deutlich länger als drei gleichzeitig.
Führ dieses Budget auf deinem Handy
Envelope Budget steckt diese Umschläge in deine Hosentasche. Verteile jeden Betrag, trag Ausgaben ein, sobald sie passieren, und sieh, was wirklich übrig ist.
Envelope Budget ladeniPhone · manuelle Eingabe, keine Bankanbindung · 7 Tage kostenlos testen