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Streaming: alle Abos finden, rotieren statt stapeln

Streamingausgaben wachsen, weil jeder einzelne Betrag klein ist und sich automatisch verlängert. Fang deshalb mit einer echten Bestandsaufnahme an: drei Monate Kontoauszüge plus die Abo-Übersicht in den Einstellungen deines iPhones, nicht dein Gedächtnis. Kündige, was du seit einem Monat nicht geöffnet hast, rotiere den Rest ein bis zwei Dienste gleichzeitig rund um das, was du wirklich sehen willst, und deckle die ganze Kategorie mit einem Umschlag: Ein neuer Dienst bedeutet dann, dass ein anderer geht.

Finde alle Abos, nicht die, an die du dich erinnerst

Streaming entzieht sich der Aufmerksamkeit, weil kein einzelner Betrag groß genug ist, um aufzufallen, und weil keiner um Erlaubnis fragt, wenn er sich verlängert. Mach deshalb eine echte Bestandsaufnahme. Durchsuch drei Monate Kontoauszüge nach wiederkehrenden Beträgen und öffne zusätzlich die Abo-Übersicht in den Einstellungen deines iPhones, weil Abos über den App Store auf dem Auszug unter dem Namen der Plattform erscheinen und nicht unter dem des Anbieters. Nimm Musik, Hörbücher, Cloudspeicher für die Mediathek, Kanäle, die du innerhalb eines anderen Dienstes gebucht hast, und jede vergessene Testphase mit auf die Liste.

Rotieren statt stapeln

Die meisten Haushalte zahlen dauerhaft für vier oder fünf Dienste und schauen in einem Monat auf zweien. Die Alternative ist simpel: Halte ein oder zwei Dienste aktiv, und zwar die, auf denen gerade etwas läuft, das ihr wirklich sehen wollt. Wenn die Serie durch ist, kündigst du und aktivierst den nächsten. Weil Streaming monatlich kündbar ist und der Wiedereinstieg zwei Minuten dauert, kostet dich das nichts außer der Entscheidung. Praktisch hilft eine Liste mit dem, was ihr sehen wollt, sortiert nach Dienst — dann rotiert ihr nach eurer Liste statt nach Werbung.

Werbefinanzierte Stufen, Jahreszahlung und Pakete

Fast alle Anbieter haben inzwischen eine günstigere Stufe mit Werbung. Ob sie für dich taugt, hängt nur daran, ob dich Werbung beim Zusehen stört; probier es einen Monat, statt es zu diskutieren. Jahreszahlungen sind rechnerisch oft günstiger als zwölf Monatsbeträge, sie binden dich aber für ein Jahr und sie sind nur dann eine Ersparnis, wenn du den Dienst wirklich zwölf Monate nutzt — bei einem Rotationsmodell ist das gerade nicht der Fall. Pakete aus mehreren Diensten lohnen sich, wenn du alle enthaltenen Dienste ohnehin wolltest; sonst zahlst du für Zugaben.

Was wenig ändert

Ein Dienst gegen einen minimal günstigeren zu tauschen ändert wenig, solange die Zahl der Abos gleich bleibt. Das Herunterstufen der Bildqualität spart bei manchen Anbietern etwas, kostet aber Komfort für einen kleinen Betrag. Und Sammelrabatte über Mobilfunkverträge sind angenehm, wenn sie ohnehin dabei sind, aber sie sind kein Grund, einen Dienst zu behalten, den niemand öffnet. Der große Hebel bleibt die Anzahl gleichzeitig laufender Abos — alles andere optimiert den Preis von etwas, das du vielleicht gar nicht brauchst. Und das Teilen eines Zugangs innerhalb des eigenen Haushalts ist heute meist ausdrücklich vorgesehen, während alles darüber hinaus je nach Anbieter eingeschränkt ist — prüf das in den Bedingungen, statt es anzunehmen. Der Aufwand für solche Feinheiten steht ohnehin in keinem Verhältnis zur Frage, wie viele Dienste gleichzeitig laufen.

Der Umschlag: eine Obergrenze für alles

Nach dem Aufräumen bekommt Streaming einen einzigen Umschlag, gefüllt mit der Summe der Dienste, die du behältst. Ein Umschlag statt vieler Kleinposten ist hier der Punkt: Er macht die Gesamtsumme sichtbar, und die ist bei den meisten der eigentliche Aha-Moment. Ab dann gilt eine einfache Regel — ein neuer Dienst passt nur hinein, wenn ein anderer geht, es sei denn, du erhöhst den Umschlag bewusst. In Envelope Budget trägst du jede Abbuchung von Hand ein, ohne Bankanbindung, und siehst sofort, wenn ein Betrag steigt oder ein Dienst auftaucht, den du längst gekündigt zu haben glaubtest.

Häufige Fragen

Wie finde ich alle Streaming-Abos, für die ich zahle?

Drei Quellen reichen. Erstens drei Monate Kontoauszüge nach wiederkehrenden Beträgen durchsuchen, besser noch zwölf, falls du Jahresabos hast. Zweitens die Abo-Übersicht in den Einstellungen deines iPhones, weil dort abgeschlossene Abos auf dem Auszug unter dem Namen der Plattform erscheinen. Drittens dein PayPal-Konto oder ähnliche Zahlungsdienste, wo Abbuchungsvereinbarungen getrennt geführt werden. Alles, was in keiner der drei Quellen auftaucht, existiert praktisch nicht — und was auftaucht, überrascht die meisten.

Ist ein Jahresabo günstiger?

Pro Monat gerechnet meistens ja, in der Praxis nur dann, wenn du den Dienst tatsächlich das ganze Jahr nutzt. Bei einem Rotationsmodell arbeitet die Jahreszahlung gegen dich, weil sie dich an einen Dienst bindet, den du eigentlich zwischendurch pausieren wolltest. Die ehrliche Prüfung: Hast du diesen Dienst in den letzten zwölf Monaten durchgehend genutzt? Wenn ja, ist die Jahreszahlung sinnvoll — dann gehört sie mit einem Zwölftel in eine Rücklage und nicht in den Monat der Abbuchung.

Spart die werbefinanzierte Stufe wirklich Geld?

Sie kostet weniger, ja. Ob sie sich für dich lohnt, ist keine Rechenfrage, sondern eine Geschmacksfrage — und die klärst du in einem Monat statt in einer Diskussion. Wichtig ist nur, dass du dabei die eigentliche Frage nicht überspringst: Ein günstigerer Tarif für einen Dienst, den ihr kaum nutzt, ist immer noch Geld für etwas Ungenutztes. Erst kündigen, was liegen bleibt, dann bei den verbleibenden Diensten über die Stufe nachdenken.

Führ dieses Budget auf deinem Handy

Envelope Budget steckt diese Umschläge in deine Hosentasche. Verteile jeden Betrag, trag Ausgaben ein, sobald sie passieren, und sieh, was wirklich übrig ist.

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