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Friseurkosten senken, ohne schlecht auszusehen
Deine Jahresausgabe beim Friseur ist der Preis eines Termins mal die Zahl der Termine, also ist der Abstand zwischen den Terminen der einzige große Hebel. Wähl einen Schnitt, der gut herauswächst, statt einen, der nach drei Wochen falsch aussieht, verlänger den Abstand schrittweise um eine Woche, und lass Waschen und Styling weg, wenn du sie nicht brauchst. Und füll den Umschlag nach deinem echten Intervall statt als Monatsposten, damit der Termin bereits bezahlt ist.
Was die Jahressumme bestimmt
Rechne einmal: Preis eines Termins, inklusive dem, was du üblicherweise als Trinkgeld gibst, mal die Zahl der Termine im Jahr. Diese Zahl ist der eigentliche Gegenstand der Diskussion, nicht der Preis eines einzelnen Besuchs. Und sie zeigt sofort, wo der Hebel liegt: Ein Termin weniger im Jahr wirkt stärker als jede Verhandlung über den Preis. Der Abstand hängt weniger an deinem Haar als an der Frisur — manche Schnitte sehen nach drei Wochen unordentlich aus, andere wachsen über Monate gut heraus. Genau diese Entscheidung triffst du im Stuhl, nicht an der Kasse.
Die Maßnahmen mit echtem Effekt
Erstens: Sprich mit deinem Friseur oder deiner Friseurin ausdrücklich über das Herauswachsen. Die Frage, welcher Schnitt bei deinem Haar auch nach acht Wochen noch funktioniert, ist eine, die jede Fachkraft gern beantwortet, weil sie ihr Handwerk betrifft. Zweitens: Verlänger den Abstand schrittweise, eine Woche pro Zyklus, bis du merkst, wo die Grenze liegt. Drittens: Lass Zusatzleistungen weg, die du nicht brauchst — gewaschen und trocken gestylt zu Hause spart bei jedem Termin. Und viertens: Termine früh buchen, weil kurzfristige Termine oft in ungünstige Zeitfenster fallen. Und wenn du färbst, frag nach einer Variante, bei der der Ansatz weniger auffällt.
Günstigere Stühle und was du dafür eintauschst
Zwischen Ketten, kleinen Salons und Ausbildungssalons liegen deutliche Preisunterschiede, und der Unterschied ist nicht nur Qualität, sondern auch Zeit, Beratung und Konstanz. Ein Ausbildungssalon oder ein Modelltermin an einer Schule ist deutlich günstiger und dauert länger, weil unter Anleitung gearbeitet wird. Für einfache Schnitte ist das oft völlig ausreichend. Für eine aufwendige Frisur, für Farbe oder für schwieriges Haar ist Erfahrung dagegen genau das, wofür du bezahlst. Entscheide es nach Schnitt und nicht pauschal — und wechsel nicht ständig, weil eine eingespielte Beziehung selbst ein Wert ist. Frag vorher nach dem Preis für genau deine Leistung, statt ihn aus der Preisliste zu schätzen.
Selbst schneiden, ehrlich betrachtet
Bestimmte Dinge sind zu Hause machbar: Ponyspitzen nachschneiden, kurze Haare mit Maschine auf eine gleichmäßige Länge bringen, Nackenpartien zwischen zwei Terminen sauber halten. Anderes ist es nicht, und der Unterschied liegt darin, ob ein Fehler in zwei Wochen verschwindet oder in sechs Monaten. Wenn du einsteigen willst, fang mit dem an, was leicht zu korrigieren ist, und kauf Werkzeug, das für Haare gedacht ist. Rechne die Amortisation über die Zahl der eingesparten Termine — und rechne einen misslungenen Versuch, der beim Profi korrigiert werden muss, als Teil der Rechnung mit.
Der Umschlag: auf dein echtes Intervall gerechnet
Statt einen Monatsbetrag zu schätzen, rechne rückwärts: Preis eines Termins inklusive Trinkgeld, geteilt durch die Zahl der Monate zwischen zwei Terminen. Das ist deine Rate, und sie stimmt automatisch, egal ob du alle sechs Wochen oder alle vier Monate gehst. Farbe, Strähnen oder eine Dauerwelle bekommen eine eigene Zeile, weil sie einen anderen Rhythmus haben. In Envelope Budget führst du dafür einen benannten Umschlag und trägst jeden Termin von Hand ein — beim nächsten Buchen siehst du sofort, ob er gedeckt ist, und musst nicht auf den Kontostand schauen. So bleibt der Termin eine Selbstverständlichkeit statt einer Ausgabe, über die du jedes Mal neu nachdenkst.
Häufige Fragen
Wie oft braucht man wirklich einen Haarschnitt?
Das hängt an Schnitt, Haartyp und daran, wie ordentlich es aussehen soll — eine allgemeine Zahl gibt es nicht. Der praktische Weg ist ein Experiment: Verlänger den Abstand um eine Woche pro Zyklus, bis du merkst, dass es dich stört. Frag außerdem beim nächsten Termin ausdrücklich nach einem Schnitt, der gut herauswächst. Dieselbe Frisur kann je nach Ausführung nach drei Wochen unordentlich oder nach zehn Wochen noch gut aussehen, und das entscheidet über deine Jahressumme.
Gehört das Trinkgeld ins Budget?
Ja, sonst ist der Umschlag jedes Mal ein Stück zu klein. Trinkgeld ist beim Friseur in Deutschland üblich; wie viel du gibst, entscheidest du selbst, und wir nennen hier bewusst keinen Richtwert. Nimm einfach den Betrag, den du tatsächlich gibst, rechne ihn zum Terminpreis und teile die Summe durch die Monate bis zum nächsten Termin. Das ist die ehrliche Zahl, und sie verhindert die kleine Lücke, die sonst regelmäßig aus einem anderen Umschlag gedeckt wird.
Sind Ausbildungssalons eine gute Idee?
Für einfache Schnitte häufig ja: Es wird unter Anleitung gearbeitet, es dauert länger und es kostet deutlich weniger. Für aufwendige Schnitte, Farbe oder schwieriges Haar ist Erfahrung dagegen genau das, wofür du normalerweise bezahlst, und eine misslungene Farbe zu korrigieren ist teurer als der Preisunterschied. Bring in jedem Fall ein Foto mit und sag klar, was du willst und was du nicht willst. Und plan Zeit ein — der günstigere Preis wird teilweise mit deiner Zeit bezahlt.
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